Depersonalisationserleben - Das könnte es für dich bedeuten!

Im Zustand der Depersonalisation, betrachtet ein betroffener Mensch sein Leben bzw. sich selbst von außen, der Zustand versetzt die eigene Wahrnehmung in eine Art "Traumzustand". Während dieser Phase, wird der eigene Körper als fremd wahrgenommen, auch andere Menschen und Objekte wirken fremd.
Dieser Zustand wird in manchen Fällen, durch ein traumatisches Erlebnis in der Vergangenheit ausgelöst.

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Der große Unterschied im Vergleich zu einer Psychose ist, dass der Betroffene stets weiß, dass ihn seine Wahrnehmung täuscht. Ein Depersonalisationserleben, kann daher am besten mit der Entfremdung der eigenen Person beschrieben werden.
Die gestörte Wahrnehmung des eigenen Ichs, vermittelt somit ein Gefühl des losgelöst sein vom eigenen Körper. 

Die Derealisation hingegen, vermittelt dem Betroffenen das Gefühl, dass die Umwelt und Dinge die um sie herum geschehen, nicht real sind. Diese Symptome treten häufig gemeinsam auf und werden daher unter dem Begriff "Depersonalisation" zusammengefasst. Erstaunlicherweise erlebt diesen Zustand fast jeder Mensch mindestens einmal im Leben, zumindest in abgeschwächter Form und nur für eine gewisse Zeit.
Ein Depersonalisationserleben, unterscheidet sich daher im Vergleich zu einer Störung, denn eine Depersonalisationsstörung tritt wiederkehrend und über einen längeren Zeitraum auf. Diese Art von Wahrnehmungsstörung, wurde bisher nur wenig erforscht und wird in den meisten Fällen übersehen.
Viele Betroffene gehen mit diesen Symptomen erst gar nicht zum Arzt, denn sie befürchten dass sie nicht ernst genommen werden. 

Aus diesem Grund bleibt eine Depersonalisation sehr oft unentdeckt bzw. wird sie falsch oder gar nicht diagnostiziert. Von einer Störung sind schätzungsweise etwa "nur" zwischen ein bis vier Prozent aller Menschen betroffen. Meistens treten Symptome auch in Zusammenhang mit anderen psychischen Störungen auf.
In einer Studie an Jugendlichen, kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass bei Schülern die Symptome häufiger in Erscheinung treten.
Bei zwölf Prozent der Schüler wurden die Symptome diagnostiziert, wobei Frauen und Männer gleich häufig davon betroffen sind.

Wusstest du schon?

Ketamin, ein Arzneimittel das in der Human- als auch Tiermedizin eingesetzt wird, ruft bei unsachgemäßer Einnahme genau so ein Depersonalisationserleben hervor.
Manche Menschen nehmen dieses Mittel daher als "Freizeitdroge", um diese "out-of-body" Erfahrung zu machen und sich absichtlich in diesen Zustand zu versetzen.

Das Empfinden kann in unterschiedlichen Schweregraden auftreten und je nach Art als mild bzw. stark eintreten. Bei einem erhöhten Alkoholkonsum oder auch in stressigen Alltagssituationen, kann eine milde Form auftreten.
Diese meist vorübergehende und kurze Wahrnehmungsstörung, dauert nicht lange an und muss generell auch nicht behandelt werden.

Depersonalisation erleben - Bleibt dieser Zustand für immer?

Je nach Situation, können gewisse Stressfaktoren die den Körper starken Stress aussetzen, auch langanhaltende Symptome auslösen. Während dieser psychisch belastenden Situation, lindert die Depersonalisation den Schmerz und dient daher der Schmerzlinderung.
Die Psyche bzw. der Schutzmechanismus des Körpers, steuert somit die Empfindungen in eine andere Richtung. Treten die Symptome jedoch über einen langen Zeitraum oder Jahre auf, dann liegt sehr sicher eine psychische Störung vor.
Die häufigsten Merkmale wie bereits zuvor erwähnt, sind der Realitätsverlust sowie das Entfremdungsgefühl. Es kann soweit gehen, dass sich Betroffene selbst nicht mehr erkennen, nicht mehr wissen wer sie sind und das Gefühl haben vom eigenen Körper losgelöst zu sein.
Der Zustand lässt sich am besten so beschreiben, dass sich Betroffene innerlich geteilt fühlen, ein Teil von ihnen handelt (motorische Fähigkeiten sind automatisiert) und der andere Teil beobachtet. Dies trägt dazu bei, dass auch die Umwelt meist verändert wahrgenommen wird.
Die Wahrnehmung kann dabei so getrübt sein, dass die Umgebung in vielen Bereichen unreal wirkt.
 Es kann sich wie in einem Traum anfühlen, Objekte können verändert wahrgenommen werden, auch Geräusche können sich verzerrt oder anders anhören. All das kann während der Depersonalisierung anders als sonst sein.

Wusstest du schon?

Cannabis, auch dieses Rauschmittel führt bei übermäßigen Konsum zu solchen Wahrnehmungsveränderungen. Bei labilen Menschen die grundsätzlich dafür anfällig sind, genügt bereits oft ein geringer Konsum.
Cannabis sollte deshalb nie unterschätzt werden, denn die Halluzinogenen Wirkstoffe können schon für ein Depersonalisationserleben reichen!

Motorische Fähigkeiten und Handlungen können zwar weiterhin normal ausgeführt werden, diese werden aber oft als fremd empfunden, da kein Bezug zu diesen Handlungen besteht. Außerdem wird ein Depersonalisationserleben meist mit einem Gefühl der Leere beschrieben. Dabei kann auch der Ausdruck der betroffenen Person beeinträchtigt sein, Emotionen wie Freude oder Trauer werden nicht mehr gezeigt.
Daher ist es selbst oft für Ärzte schwer zu erkennen, ob der Betroffene an Depersonalisation oder Depression leidet. In einigen Fällen treten sogar beide "Erkrankungen" nacheinander auf, womit eine Diagnose noch schwieriger fällt.

Wusstest du schon?

Legale Rauschmittel wie Alkohol können ebenfalls der Auslöser für diesen Zustand sein. J
e nach Verfassung und psychischer Stabilität oder Instabilität, kann Alkohol für Depersonalisationszustände verantwortlich sein. Jugendliche werden deshalb nicht ohne Grund vor dem Alkoholkauf nach dem Ausweis gefragt!

Auch Probleme bei Erinnerungen können auftreten, denn wie schon erwähnt, dient die Depersonalisation gewissermaßen als Schutz für den Körper. Mit hohem Stress gehen auch Gedächtnisprobleme einher und Betroffene können deshalb Geschehnisse oft zeitlich nicht richtig zuordnen, weil auch das Zeitempfinden gestört bzw. verzerrt ist. 

Deshalb ist es wichtig darüber zu reden, die Ursachen zu erfassen und Auslöser für dieses Empfinden zu erkennen. Sich mit seinen Symptomen einem Arzt anzuvertrauen, kann daher nie falsch sein! Unterschiedliche Forscher und Experten in diesem Bereich gehen davon aus, dass die Ursachen meist in der Kindheit oder Jugend liegen. Vor allem traumatische Erlebnisse aus dieser Zeit und auch Stress, sind daher am häufigsten die Auslöser. 

Bis jetzt gibt es aufgrund fehlender Studien zu Medikamenten und deren Wirksamkeit, noch keine zugelassenen Medikamente. Aus diesem Grund ist die einzige Möglichkeit die Symptome zu mildern oder diese zu verkürzen, die Psychotherapie.

Jeder hat schon mal von Patienten bzw. Unfallopfern in Spitälern gehört, die von einem Nahtoderlebnis berichtet haben. Diese Menschen erzählen oft vom Verlassen des eigenen Körpers und dass sie sich selbst außerhalb des Körpers beobachten konnten.
Manche hörten sogar Ärzte rund um sie sprechen, obwohl die Patienten unter Vollnarkose standen, ein Phänomen das sogar Ärzte oft staunen lässt. Doch bei genauerem betrachten könnte das doch auch ein Depersonalisationserlebnis gewesen sein, wobei wieder Ketamin bzw. andere Schmerz- und Betäubungsmittel ins Spiel kommen.
Denn wenn solche Mittel erfahrungsgemäß Depersonalisierung hervorrufen, wieso sollte das dann nicht auch am OP-Tisch der Fall sein...

Wusstest du schon?

Halluzinogene Pilze etc. sind mitunter die gefährlichsten Auslöser von Psychosen und auch Depersonalisationszuständen. Auch wenn sie noch so sehr durch ihre unauffällige Größe zu einem Biss verleiten, sollten sie generell die Finger davon lassen.
Bei zu hoher Dosis können diese Pilze Vergiftungserscheinungen hervorrufen und dementsprechend die Psyche und auch den Körper schädigen.
Dauerhafte Schäden können die Folge sein, für ein Depersonalisationserleben ein recht hoher Preis!

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Wenn du mehr über Depersonalisationserleben wissen möchtest, dann solltest du hier vorbei schauen.

Oft gestellte Fragen:

Kann man depersonalisation heilen? 

Heilung tritt in diesem Fall nach kurzer Zeit von alleine ein. Sind die Symptome stark ausgeprägt, leiden die Betroffenen meist lange Zeit unter Symptomen derDepersonalisation und Derealisation. Mithilfe einer Psychotherapie können sie aber lernen, die Symptome besser zu kontrollieren.  

Wie fühlt sich depersonalisation an? 

Symptome. Die Symptome der Depersonalisationsstörung (englischdepersonalisation disorder) sind vielfältig und für die Betroffenen oft schwer in Worte zu fassen. Zu den Kernsymptomen zählen: Emotionale Taubheit: Betroffene empfinden, dass sie nichts fühlen, oder dass ihre Gefühle „flach“ oder unwirklich sind.  

Ist depersonalisation eine Psychose? 

In den meisten Fällen treten Derealisation und Depersonalisation nicht als eigenständiges Phänomen, sondern im Zusammenhang mit einer (psychischen) Krankheit auf. Insofern wird meist die zugrunde liegende Krankheit behandelt, nicht die Symptome an sich.  

Was ist depersonalisation Derealisation? 

Menschen, die an Depersonalisation leiden, empfinden ihre Person oder ihren Körper als fremd, nicht mehr vertraut, unwirklich und fern. Häufig gehtDepersonalisation mit der Derealisation Hand in Hand. Bei einer Derealisationerscheint nicht die eigene Person, sondern die Umgebung fremdartig verändert.  

Was ist eine gestörte Selbstwahrnehmung? 

Bei einer Ich-Störung kann sich der Eindruck einstellen, die eigenen Gedanken würden von außen weggenommen, gelesen und benutzt oder komplett gesteuert. Die emotionale Ebene bezieht sich auf die Erlebniswelt. Betroffene empfinden zum Beispiel den eigenen Körper als fremd oder abgegrenzt vom eigenen Erleben.  

Was bedeutet es neben sich zu stehen? 

neben sich stehen - Synonyme bei OpenThesaurus. durcheinander · entgeistert · fassungslos · konfus · neben sich stehen · umnachtet · verstört · verwirrt · derangiert (geh., franz.) · neben der Rolle sein (ugs.)  

Was versteht man unter einer Ich Störung? 

Als Ich-Störungen werden Erlebensweisen bezeichnet, bei denen es zu Störungender Ich-Umwelt-Grenze im Sinne einer Störung des personalen Einheitserlebens („Ich-Erleben“) kommt. Der Begriff der Ich-Störung umfasst einen Komplex an Symptomen, welche sich phänotypisch teils deutlich voneinander unterscheiden.  

Was versteht man unter Panikattacken? 

Als Panikattacke wird das einzelne plötzliche und in der Regel nur einige Minuten anhaltende Auftreten einer körperlichen und psychischen Alarmreaktion (fight or flight) ohne objektiven äußeren Anlass bezeichnet. Oft ist den Betroffenen nicht klar, dass ihre Symptome Ausdruck einer Panikreaktion sind.  

Was versteht man unter einer Psychose? 

Psychose. ... Psychose ist ein Überbegriff für schwere psychische Störungen, bei denen die Betroffenen den Bezug zur Realität verlieren. Dabei nehmen die Patienten sich selbst und ihre Umwelt verändert wahr. Typische Anzeichen für eine Psychose sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen.  

Was versteht man unter einer Psychose?

Psychose. ... Psychose ist ein Überbegriff für schwere psychische Störungen, bei denen die Betroffenen den Bezug zur Realität verlieren. Dabei nehmen die Patienten sich selbst und ihre Umwelt verändert wahr. Typische Anzeichen für eine Psychose sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen.


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