Gefühl verrückt zu werden - Das ist eine mögliche Ursache!

Kennst du das? Manchmal fühlst du dich, als ob du neben dir stehen würdest.
Wenn du sprichst, fühlt es sich bei manchen Gesprächen so an, als würde jemand anderer sprechen. Dein Leben ist ein Film und du bist eigentlich nur ein Schauspieler.
Alle anderen können hören, was du denkst, aber sie tun so, als wäre alles ganz normal. Wer hatte das nicht schon mal: Das Gefühl, verrückt zu werden.

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Woher kommt dieses Gefühl, verrückt zu werden? Die Ursachen sind sehr vielfältig. Die neueste Ausgabe des "Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen", in Fachkreisen kurz "DSM" genannt, listet insgesamt 297 unterschiedliche Krankheitsbilder auf. Dabei kommen ständig neue Krankheiten dazu. In den Fünfziger-Jahren des letzten Jahrhunderts umfasste das Buch erst knapp über 100 entsprechende Krankheiten. 
Bei dem Gefühl, verrückt zu werden, kann es sich zum Beispiel um genetische Veranlagung handeln. Du kannst also nicht nur die schönen blauen Augen von deiner Mutter erben, sondern auch den familiären Hang zu psychischen Erkrankungen.

Wusstest du schon?

Fast jeder Mensch durchlebt Symptome der Depersonalisation oder Derealisation im Laufe seines Lebens. Zumindest in schwacher Form und in sehr begrenzten Zeiteinheiten. Bei den meisten von uns ist es jedoch so, dass das Gefühl bereits nach wenigen Sekunden wieder verschwunden ist und die Depersonalisation daher oft gar nicht bewusst wahrgenommen wird und man so auch nicht das Gefühl, verrückt zu werden, bekommt.

Bei dem Gefühl, verrückt zu werden, kann es sich zum Beispiel um genetische Veranlagung handeln. Du kannst also nicht nur die schönen blauen Augen von deiner Mutter erben, sondern auch den familiären Hang zu psychischen Erkrankungen.
In unserem Körper finden ständig komplexe biochemische Prozesse statt.
Diese dienen zum Beispiel der Nährstoffzersetzung, der Energiegewinnung oder dem Aufbau körpereigener Substanzen, den sogenannten Hormonen. Bei all diesen Prozessen kann schnell einmal etwas schief gehen und das löst in weiterer Folge entsprechende Fehlfunktionen im Gehirn aus. Diese geben uns dann schnell einmal das Gefühl, verrückt zu werden. 

Oft helfen wir durch schlechte Ernährung, Nikotin, Alkohol und anderen Drogen wie Marihuana oder Ecstasy auch noch selbst nach.
Wie bei vielen anderen Dingen beruhen auch beim Gefühl, verrückt zu werden, die Ursachen oft auf Erlebnissen aus der eigenen Kindheit.
Dabei handelt es sich erwiesenermaßen um den entscheidenden Abschnitt für unsere Entwicklung und die Folgen von problematischen Beziehungen mit Eltern, Geschwistern oder anderen Menschen oder in schlimmeren Fällen sogar Missbrauch treten oft erst Jahre oder gar Jahrzehnte später auf. Dabei muss es sich nicht immer um vordergründig große Ursachen handeln. Oft sind es kleine Details, die wir schon lange vergessen haben. 

Unser Unterbewusstsein beschäftigt sich jedoch noch immer damit und das kann sich dann auch schon einmal so auswirken, dass man das Gefühl, verrückt zu werden, bekommt.
Doch es ist nicht immer nur die Kindheit. Im Erwachsenenalter durchleben viele von uns die unterschiedlichsten Krisen: Scheidung, Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Unsicherheit, Krankheit, Verlust von geliebten Menschen. All diese Krisen können zu schweren Traumatisierungen führen und lösen in weiterer Folge bei uns ein Gefühl, verrückt zu werden aus.

Wusstest du schon?

Laut einer Studie der TU Dresden aus dem Jahr 2011 sind ungefähr 38 Prozent der Europäer verrückt. Oder anders ausgedrückt: sie leiden an einer klinisch bedeutsamen Störung.
Keine Angst: in den USA sollen es sogar 46 Prozent sein. Dabei sind ungefähr ein bis drei Prozent von einer "echten" Depersonalisationsstörung betroffen.
Zum Gefühl, verrückt zu werden, kommt es dabei bei Männern und Frauen gleichermaßen. Eine abgeschwächte Form davon erleben Menschen auch, wenn sie ein paar alkoholische Getränke zu sich genommen haben oder wenn sie in der Arbeit für einen längeren Zeitraum unter Stress stehen.

Das Gefühl verrückt zu werden - Bekommt man das wieder los?

Grundsätzlich muss man immer unterscheiden, ob es sich bei dem Gefühl in weiterer Folge tatsächlich um ein Krankheitsbild oder einfach um normale Stimmungsschwankungen handelt, denen jeder von uns unterliegt. Die Grenze ist dabei jedoch nicht immer eindeutig. 


Bei den meisten Menschen geht das Gefühl, verrückt zu werden, schnell wieder weg.
In vielen Fällen auch ganz von selbst.
Wenn sich die Situationen, in denen es zu dem Gefühl kommt, wieder abschwächen oder ganz aus der Welt sind, ist auch das Gefühl schnell wieder weg. 

Beispielsweise hat sich die gefühlte Unsicherheit über den Arbeitsplatz, die einen vielleicht über Monate begleitet hat, durch eine Firmenübernahme über Nacht in Luft ausgelöst.
Der Stress, der damit verbunden war, wirkt zwar in abgeschwächter Form noch einige Zeit nach, doch es wird immer seltener zu den Gefühlen der Verrücktheit kommen, bis sie sich nach ein paar Wochen ganz auflösen werden.

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Ebenso ist es auch bei Ereignissen, die nicht so positiv enden.
Eine Scheidung ist in den meisten Fällen eine sehr unangenehme und stressige Phase im Leben. Doch irgendwann geht sie vorbei und man kann sich endlich wieder auf die Zukunft konzentrieren und die emotionale Belastung schwindet nach und nach.
Das ist auch in anderen Fällen so: beispielsweise bei Krankheiten von nahen Verwandten oder guten Freunden oder Gerichtsverhandlungen, die sich oft über Jahre dahinziehen.
Wenn es dann erst einmal vorbei ist - unabhängig davon, ob das Ende nun positiv oder negativ war - fällt der Stress weg und damit auch dieses Gefühl, verrückt zu werden.


Die Heilungschancen liegen insgesamt bei etwa 80 Prozent. Das bedeutet, vier von fünf Menschen führen danach wieder ein ganz normales Leben.

Wusstest du schon?

Eine Studie der Klinik der Universitätsmedizin in Mainz an Schülern in Rheinland-Pfalz kam zu dem Ergebnis, dass es bei ungefähr zwölf Prozent der Schüler zu Symptomen der Depersonalisation kommt. Diese treten vor allem bei Situationen wie mündlichen Prüfungen vor der ganzen Klasse oder bei der Abhaltung von Referaten auf.

Depersonalisation als Grund für das Gefühl verrückt zu werden? - So könnte der Zusammenhang aussehen!

Ein häufiger Grund für das Gefühl, verrückt zu werden, ist die sogenannte Depersonalisation. Personen, die davon betroffen sind, haben oft das Gefühl, als würden sie ihr Leben von außen betrachten, wie wenn sie sich beispielsweise einen Film ansehen würden.
Alles wirkt ein wenig fremd auf sie. Nicht nur der eigene Körper und die eigenen Gefühle, sondern auch andere Menschen und Objekte. 


Betrifft es die eigene Person, spricht man daher auch von der Depersonalisation.
Hier werden häufig einzelne Körperteile als zu schwer oder zu leicht bzw. als zu groß oder zu klein empfunden.
Viele Betroffene fühlen sich dabei auch wie ferngesteuert oder berichten, dass sie das Gefühl hatten, nur Augen, aber keinen Körper zu besitzen.

Geht es um andere Menschen und die Umwelt, ist von der sogenannten Derealisation die Rede. Hier wird in erster Linie die Umwelt als unrealistisch empfunden.
Betroffene haben das Gefühl, dass Gegenstände zu nah oder zu weit weg oder nur zweidimensional sind. Es fühlt sich an, als wäre alles in Watte verpackt und das Leben findet hinter einer dicken Glasscheibe statt. Man sieht dabei nur zu, ähnlich wie wenn man Fische im Aquarium beobachten würde.

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Obwohl die betroffenen Personen dieses Gefühl haben, ist ihnen aber stets bewusst, dass das so nicht stimmt und sie von ihrer Wahrnehmung einfach getäuscht werden. 

Das ist ein großer Unterschied zur Psychose, bei der tatsächlich ein Realitätsverlust stattfindet. Eine Depersonalisation verbunden mit dem Gefühl, verrückt zu werden, kann dabei von unterschiedlicher Dauer sein.
Manchmal dauert die Störung nur ein paar Sekunden. Es kann aber auch vorkommen, dass dieses Gefühl für mehrere Jahre erhalten bleibt. 

Stress und Schlafmangel können das Gefühl, verrückt zu werden, dabei noch zusätzlich verstärken.

Wusstest du schon?

Die Depersonalisation bewirkt bei den Betroffenen eine verminderte Schmerzwahrnehmung. In Situationen, in denen wir psychisch sehr belastet oder schmerzhaften Situationen ausgesetzt sind, ist sie also auch ein Schutzmechanismus des eigenen Körpers, um stark unangenehme Empfindungen abzuschwächen. 
So eine kleine Depersonalisierung während einer Wurzelbehandlung beim Zahnarzt kann also durchaus erfreulich sein.

Das Gefühl verrückt zu werden wegen der Depersonalisationsstörung - Gibt es Hilfe?

Was kann man beim Gefühl, verrückt zu werden, unternehmen?
Als erste Anlaufstelle bietet sich der Hausarzt des Vertrauens an.
Wenn der Verdacht auf Depersonalisation entsteht, kann der Arzt im Rahmen einer körperlichen Untersuchung den Ursachen ein wenig auf den Grund gehen.
Epileptiker und Migräne-Patienten sind beispielsweise besonders gefährdete Gruppen und das Gefühl, verrückt zu werden, ist oft eine Folgeerscheinung dieser Krankheiten. 

Depersonalisation kann auch die Folge von Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten sein. Auch dem kann der Hausarzt auf den Grund gehen.
Für die weitere Behandlung überweist er seine Patienten dann an einen Psychiater bzw. einen Psycho-Therapeuten.
Dieser führt zunächst ein ausführliches Gespräch mit dem Betroffenen. Unter Zuhilfenahme von standardisierten, klinischen Fragebögen lässt sich sehr einfach feststellen, ob es sich beim Gefühl, verrückt zu werden, tatsächlich um eine Depersonalisation handelt.


Bei der Depersonalisation und Derealisation gibt es leider noch keine weitreichenden Forschungsergebnisse und es fehlt an Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten und Therapieformen.

In den meisten Fällen wird daher auf eine Psychotherapie zurückgegriffen. Zu Beginn geht es darum, den Patienten ernst zu nehmen und ihm zu erklären, dass das Gefühl, verrückt zu werden, kein Zeichen von Verrücktheit, sondern einfach ein Symptom einer Erkrankung ist.

In weiterer Folge geht es darum, Strategien zu entwickeln, wenn im Alltag wieder einmal ein Gefühl, verrückt zu werden, auftritt.
Dazu gehört vor allem der Umgang mit Stress, denn dieser ist einer der häufigsten Auslöser der Depersonalisation. Als wichtiges Hilfsmittel hat sich die Führung eines Tagebuches etabliert, in dem festgehalten wird, wenn es zu einer Situation kommt, die die Depersonalisation ausgelöst hat.

Wusstest du schon?

Beim Gefühl, verrückt zu werden durch Depersonalisation oder Derealisation, kann es hilfreich sein, in eine Chili-Schote zu beißen oder laut zu klatschen.
Dies führt zu intensiven körperlichen Reaktionen, die dabei helfen, schnell in die Realität zurückzukehren. Falls dann jedoch die Chili-Schote zu scharf war, sollte man sich unbedingt Milch oder Joghurt zur Milderung bereithalten.

In vielen Fällen wurde das Gefühl, verrückt zu werden, durch Traumata ausgelöst.
Die Auseinandersetzung damit kann aber erst beginnen, wenn es zu einer Stabilisierung der Situation gekommen ist. 

Das heißt, der Betroffene sollte in der Lage sein, seine Emotionen wahrnehmen und auch einigermaßen steuern können. Erst dann kann mit einer Gesprächs-Therapie begonnen werden.

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Wenn du mehr über das Gefühl verrückt zu werden wissen möchtest, dann solltest du hier vorbei schauen.

Oft gestellte Fragen:

Kann man depersonalisation heilen? 

Heilung tritt in diesem Fall nach kurzer Zeit von alleine ein. Sind die Symptome stark ausgeprägt, leiden die Betroffenen meist lange Zeit unter Symptomen derDepersonalisation und Derealisation. Mithilfe einer Psychotherapie können sie aber lernen, die Symptome besser zu kontrollieren.  

Wie fühlt sich depersonalisation an? 

Symptome. Die Symptome der Depersonalisationsstörung (englischdepersonalisation disorder) sind vielfältig und für die Betroffenen oft schwer in Worte zu fassen. Zu den Kernsymptomen zählen: Emotionale Taubheit: Betroffene empfinden, dass sie nichts fühlen, oder dass ihre Gefühle „flach“ oder unwirklich sind.  

Ist depersonalisation eine Psychose? 

In den meisten Fällen treten Derealisation und Depersonalisation nicht als eigenständiges Phänomen, sondern im Zusammenhang mit einer (psychischen) Krankheit auf. Insofern wird meist die zugrunde liegende Krankheit behandelt, nicht die Symptome an sich.  

Was ist depersonalisation Derealisation? 

Menschen, die an Depersonalisation leiden, empfinden ihre Person oder ihren Körper als fremd, nicht mehr vertraut, unwirklich und fern. Häufig gehtDepersonalisation mit der Derealisation Hand in Hand. Bei einer Derealisationerscheint nicht die eigene Person, sondern die Umgebung fremdartig verändert.  

Was ist eine gestörte Selbstwahrnehmung? 

Bei einer Ich-Störung kann sich der Eindruck einstellen, die eigenen Gedanken würden von außen weggenommen, gelesen und benutzt oder komplett gesteuert. Die emotionale Ebene bezieht sich auf die Erlebniswelt. Betroffene empfinden zum Beispiel den eigenen Körper als fremd oder abgegrenzt vom eigenen Erleben.  

Was bedeutet es neben sich zu stehen? 

neben sich stehen - Synonyme bei OpenThesaurus. durcheinander · entgeistert · fassungslos · konfus · neben sich stehen · umnachtet · verstört · verwirrt · derangiert (geh., franz.) · neben der Rolle sein (ugs.)  

Was versteht man unter einer Ich Störung? 

Als Ich-Störungen werden Erlebensweisen bezeichnet, bei denen es zu Störungender Ich-Umwelt-Grenze im Sinne einer Störung des personalen Einheitserlebens („Ich-Erleben“) kommt. Der Begriff der Ich-Störung umfasst einen Komplex an Symptomen, welche sich phänotypisch teils deutlich voneinander unterscheiden.  

Was versteht man unter Panikattacken? 

Als Panikattacke wird das einzelne plötzliche und in der Regel nur einige Minuten anhaltende Auftreten einer körperlichen und psychischen Alarmreaktion (fight or flight) ohne objektiven äußeren Anlass bezeichnet. Oft ist den Betroffenen nicht klar, dass ihre Symptome Ausdruck einer Panikreaktion sind.  

Was versteht man unter einer Psychose? 

Psychose. ... Psychose ist ein Überbegriff für schwere psychische Störungen, bei denen die Betroffenen den Bezug zur Realität verlieren. Dabei nehmen die Patienten sich selbst und ihre Umwelt verändert wahr. Typische Anzeichen für eine Psychose sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen.  

Was versteht man unter einer Psychose?

Psychose. ... Psychose ist ein Überbegriff für schwere psychische Störungen, bei denen die Betroffenen den Bezug zur Realität verlieren. Dabei nehmen die Patienten sich selbst und ihre Umwelt verändert wahr. Typische Anzeichen für eine Psychose sind Wahnvorstellungen und Halluzinationen.


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